Haager Adoptionsübereinkommen

Haager Adoptionsübereinkommen

Die internationalen Adoptionen werden mit „Haager Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoption“ vom 29.5.1993 geregelt. Seit dem 1.März 2002 ist die Bundesrepublik Deutschland ein Vertragsstaat.

Das Haager Adoptionsübereinkommen verfolgt folgende Ziele:

-          Verhinderung von Kinderhandel

-          Gewährleistung des Kindeswohls

-          Einhaltung der Grundrechte des Kindes bei internationalen Adoptionen

-          Zusammenarbeit der Vertragsstaaten über zentrale Behörden im Wege eines standardisierten Verfahrens

-          Beachtung rechtlicher Standards bei internationalen Adoptionen

-          Sicherung der gegenseitigen Anerkennung der Adoptionsbeschlusse in allen Vertragsstaaten

-          Jeder Vertragsstaat ist verpflichtet, alle möglichen Anstrengungen zu machen, damit das Kind in seiner Herkunftsfamilie bleiben kann. Die internationale Adoption kommt in Frage nur als letzte Möglichkeit, dem Kind den Aufenthalt in einer liebevollen Familie zu garantieren.

Die Aufnahme als Kind aus anderen Vertragsstaaten wird laut dem Haager Übereinkommen nach einem standardisierten Verfahren unter Beteiligung zentraler Behörden in Deutschland sowie im Herkunftsland des adoptierenden Kindes durchgeführt.